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 we're going down swinging

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Lia Van Drachenberg

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BeitragThema: we're going down swinging   So 12 Jul 2015 - 18:35

we're going down swinging

Lia Van Drachenberg befand sich – mal wieder – in der Unterwelt. Vor ein paar Tagen war der Todestag ihrer Schwester und Lia brauchte einfach eine Ablenkung von all den Gefühlen, die an solchen Tagen immer wieder auf sie hereinstürzten. Da war nicht nur der Schmerz des Verlustes, sondern auch die Schuld, die die 18-Jährige immer wieder zu erdrücken drohte. Natürlich hatte Lia ihre Schwester nicht selbst ermordet, aber sie hatte es auch nicht geschafft zu helfen. Und dabei war sie diejenige, die über Schutz- und Heilmagie verfügte. Zu was war sie also gut, wenn sie nichtmal ihre Familie beschützen konnte? Lia verdrängte diese Dinge, sie sagte auch Levin nichts davon. Stattdessen versuchte sie alles in Wut umzuwandeln, in Wut auf das Böse. Das fiel ihr glücklicherweise nicht sonderlich schwer, weshalb sie also in den letzten Tagen fast ununterbrochen auf Dämonenjagd war. So auch jetzt. In der Entfernung hatte sie eben ein Geräusch gehört und sich angeschlichen. Tatsächlich entdeckte sie zwei Dämonen, die scheinbar für irgendwas oder irgendwen Wache hielten. Ganz sicher waren sie im Dienst der Quelle – ein Grund mehr sie umzulegen. Mit einem Dolch bewaffnet, schlich sich Lia weiter an, wurde dann allerdings entdeckt, weil sie unachtsam auf etwas getreten war. Die beiden Dämonen griffen sie gemeinsam an. Mithilfe ihrer Magie und Wendigkeit schaffte es Lia wenigstens einen der beiden zu vernichten, doch da sie sich für einen kurzen Moment auf diesen einen Dämon konzentrierte, hatte der andere genug Zeit, sie mit einem Feuerball zu treffen.

Sirius Armendo hatte von einer Versammlung der Quelle gehört, zu der heute alle eintreffen sollten, doch Sirius sah es vor die zeit lieber mit dem einen oder anderen Drink zu vertreiben. Die Quelle konnte doch auch wirklich nicht erwarten, dass er am Todestag seines Vaters eine Lobpredigt auf die Unterwelt hielt. Viel mehr beschäftigte ihn etwas ganz anderes. Rache... Er hasste die Quelle und alle die ähnlich hoch angesehen waren. In seinen Augen waren dies allesamt nur Wesen, die sich selbst zu schade waren die Hände schmutzig zu machen und dafür andere umher schickten. Sirius war das alles so satt und geriet nicht selten in Konflikte in der Unterwelt, obgleich er auf der bösen Seite stand. Leicht geistesabwesend durchforstetete er zum Xten Male seine Notizbücher, in der er alle magischen Wesen und Gruppierungen notierte, von denen er wusste, dass sie selbst noch eine Rechnung mit der Quelle offen hatten. Um die Van Drachenbergs hatte er einen großen Kringel gemacht. Ihr Zorn auf die Quelle musste seine bei weitem noch übersteigen. Der einzige Haken war, dass sie auf der guten Seite standen. Dies war Sirius jedoch zweitrangig. Er hatte mit der Familie noch keine Bekanntschaft geschlossen und somit wäre es einfach sich als Freund der Familie auszugeben. Er musste nur den richtigen Moment finden. Durch laute Rufe wurde er aus seinen Gedanken gerissen und er stellte sein Glas ab. "Schon wieder so ein Lärm...", murmelte er und wandelte als Schatten zum Ursprung des Geräusches ehe er wieder materialisierte. Als hätte der Zufall es gut mit ihm gemeint war Lia Van Drachenberg gerade in einen Kampf verstrickt. Er konzentrierte sich einen Moment lang auf ihren Angreifer und schaffte es ihn dazu zu zwingen sich selbst mit einem Feuerball zu vernichten. Er tat völlig aufgewühlt. als er an Lia heran trat. "Alles in Ordnung mit dir? Brauchst du Hilfe?"

Lia Van Drachenberg hatte also gerade den ersten Dämon vernichtet, da bewarf der Zweite sie mit einem Feuerball, der sie am Oberschenkel traf. Dadurch ging Lia im ersten Moment zu Boden. „Verdammt..“, fluchte sie, es schmerzte höllisch, aber sie hatte keine Zeit sich selbst zu bemitleiden. Ihr Angreifer grinste siegessicher und kam auf sie zu. Lia sah sich um und erblickte in der Entfernung ihren Dolch, da würde sie so schnell nicht direkt herankommen. Als sie wieder zu dem Dämon blickte, der nun einen weiteren Feuerball erscheinen ließ, veränderte sich jedoch sein Gesichtsausdruck und unvermittelt benutzte er seinen eigenen Feuerball gegen sich und vernichtete sich damit selbst. Die 18-Jährige schloss die Augen, als er direkt vor ihren Augen explodierte und zuckte dann zusammen, als Sirius aus dem Nichts hervor kam. Lia atmete durch und schüttelte den Kopf. „Alles gut.“, meinte sie und rappelte sich eher schwerfällig wieder auf. Sie humpelte zu ihrem Dolch und hob ihn auf, ehe sie sich wieder komplett dem fremden Helfer zuwandte. „Hast du ihn dazu gebracht sich selbst zu vernichten?“, fragte sie nun und ihr ernster Gesichtsausdruck machte einem leichten Lächeln Platz. „Danke.“, fügte sie ehrlich hinzu, „Bei dir auch alles gut?“ Er wirkte ziemlich durch den Wind.

Sirius Armendo hatte Glück gehabt, dass es so einfach gewesen war den Dämon zu kontrollieren. Scheinbar hatte er keinen ausgeprägten eigenen Willen gehabt. Normalerweise gelang es Sirius nämlich nur selten andere dazu zu bringen sich zu töten. Er zuckte mit den Schultern, als Lia fragte, ob er das getan hätte. "Wer weiß, wer weiß. Vielleicht habe ich auch nur sein eigenes Wunschdenken etwas beschleunigt", meinte er und schenkte ihr ein Lächeln. "Mir..." Er ging einen kleinen Schritt und merkte doch, dass er zumindest leicht angetrunken war, aber nicht so sehr, dass er nicht mehr Herr seiner Sinne war. "Mir geht's wunderbar", sagte er mit einer Überschwänglichkeit, die momentan nicht gerade aufrichtig wirkte. "Ich glaube nur wir beide sollten besser von hier verschwinden", sagte er als er Schritte durch die Gänge schallen hörte. Bisher hatte ihn noch keiner enttarnt und dabei wollte er es auch gerne belassen.

Lia Van Drachenberg musste bei seiner Antwort grinsen. Tatsächlich fand sie seine Kraft allerdings ziemlich beeindruckend. Sie auf jeden Fall hilfreich. Aktiv Dämonen vernichten konnte Lia nur mit Waffen oder Elixieren. Ihre restlichen Fähigkeiten waren zum Angriff nicht gedacht. Das es ihm wunderbar ging, kaufte sie ihm allerdings nicht ab. Sie kam nicht dazu nachzufragen, da die beiden schließlich weitere Stimmen hörten. Normalerweise scheute Lia die Konfrontation nicht, allerdings war sie nun nicht mehr alleine und da sie ihn leicht schwanken sah, war sie sich nicht so sicher, ob er weiterhin so eine große Hilfe im Kampf sein konnte. Deshalb nickte Lia und kramte aus ihrer Jackentasche ein kleines, mit roter Flüssigkeit gefülltes Flächschen hervor. Immernoch humpelnd kam sie zu ihm, hakte sich bei ihm ein und warf das Elixier genau vor ihre Füße. Dichter Rauch bildete sich innerhalb einer Sekunde und als er sich verzog, standen die beiden nicht mehr in der Unterwelt, sondern unter einer kleinen Brücke im Park. Lia lächelte ihm zu, niemand sonst war in Sichtweite, allerdings konnte man in der Entfernung andere Menschen hören. „Ich bin übrigens Lia.“, sie sah ihn an, „Sicher, dass alles in Ordnung bei dir ist?“ Ihre eigene Verletzung spielte erstmal keine Rolle.

Sirius Armendo war schon fast etwas wütend über sich selbst, dass er sich heute so gehen hatte lassen. Andererseits hatte er heute auch wirklich nichts geplant gehabt. Zwar wären früher doer später ein paar Wachen der Quelle gekommen um ihn doch noch zur Versammlung zu schlörren, aber auch da konnte ihn niemand zwingen zuzuhören oder brauchbare Beiträge zu leisten. Dank seiner seltenen Gaben stand er immerhin so in der Gunst der Quelle, dass diese ihn nicht wegen seines Verhaltens einfach umbrachte. Nachdem sie sie beide fort teleportiert hatte sah er sich um. "Ein bisschen gemütlicher als die Unterwelt ist es, ja", musste er zugeben und hörte wie sie sich vorstellte. Der Name war ihm jedoch nichts Neues, da er sie bereits zuvor beobachtet hatte, so wie alle anderen Van Drachenbergs auch. "Sirius", sagte er. Wenn er eines gelernt hatte, dann die Tatsache, dass es immer nach hinten ging bei Lügengeschichten einen falschen Namen zu nennen. Besser war es Wahrheit und Fiktion zu vermischen. "In Ordnung? Abgesehen davon, dass ich wohl einen Whiskey zu viel intus habe und... was wollte ich sagen?" Er kratze sich am Kopf. "Mein Dad... ist gestorben. genau heute. Also eigentlich nicht heute. Sondern vor genau 2 Jahren." Dann setzte er sich auf die Bank nieder und hoffte dass die Wirkung des Alkohols bei der frischen Luft bald etwas nachließ.

Lia Van Drachenberg war eigentlich auch ganz froh, die Unterwelt wieder verlassen zu haben. Sie war wirklich nicht gerne dort unten, die Atmosphäre war erdrückend, aber was sein musste, musste eben sein. Schließlich erfuhr Lia auch seinen Namen und nickte kurz. Sie hatte ihn vorher noch nie in der Unterwelt oder sonst wo gesehen und sie fragte sich, warum er überhaupt dort gewesen war. In der Regel hielten sich gute Wesen von der Unterwelt fern, außer sie hatten einen guten Grund um dort zu sein, wie Lia. Dennoch hielt die Dunkelhaarige ihn auch nicht für böse, immerhin hatte er ihr geholfen. Ohne große Ausflüchte erzählte Sirius schließlich, was genau mit ihm los war. Als sie von seinem Vater hörte, musste sie unweigerlich an ihre Schwester denken. Aber nicht nur an sie. Es mochte nur ihr Todestag gewesen sein, dennoch dachte Lia dabei an alle, die ihre Familie bis jetzt verloren hatte. Ihre drei Geschwister waren dabei nur ein kleiner Teil einer langen, langen Liste. Nur noch eine handvoll der eigentlich Großfamilie waren übrig. Vorsichtig setzte sich Lia neben ihn. Auch ihre Trauer hatte sie nun wieder gefangen genommen. „Das tut mir Leid.“, meinte Lia ehrlich und schwieg erneut einen Augenblick „Seit vorgestern ist meine Schwester drei Jahre tot.“, fügte sie leise hinzu. Normalerweise sprach Lia nicht darüber, schon gar nicht mit Fremden. Warum sie es jetzt sagte, konnte sie nicht genau begründen. „Ich kann die Wirkung des Alkohols neutralisieren...wenn du willst.“ Alkohol wirkte auf den menschlichen Körper eigentlich wie ein Gift, zumindest wurde es auch von der Leber als eines angesehen. Somit konnten ihre Heilkräfte auch dagegen wirken.

Sirius Armendo log nicht, was die Sache mit seinem Vater betraf. Tatsächlich hatte er sehr an ihm gehangen. Er war sein Vorbild gewesen. EIn Mann, der sich von niemanden etwas sagen ließ und sein eigenes Ding durchzog so gut es nur ging. EInzig gegen die Quelle hatte er sich nicht gänzlich durchsetzen können. Zu viele treue Untergebene standen neben der Quelle. Außerdem hätte sein Dad damit nicht nur den Zorn auf sich, sondern auch auf den Rest der Familie gezogen. Im Grunde sah aber auch das jetzige Resultat nicht berauschend anders aus. Schmunzelnd erinnerte er sich daran wie sein Dad einst gewitzelt hatte er würde einfach die Quelle stürzen und selbst ihren Platz einnehmen und dann alle wie die Marionetten ums ich herum springen lassen. "Der Tod... ich hasse ihn. Das einzige Wesen, das ich nicht dazu bringen kann sich selbst zu töten", sagte er, auch wenn das nicht stimmte. Aber scheinbar wirkte der Alkohol mittlerweile nur besser, statt weniger. Da redete man schon komisches Zeug. "Neutraler Alkohol? Gibt es denn guten oder bösen Alkohol?", sagte er und legte die STirn in Falten als wolle er ernsthaft überlegen. "WAr wohl doch zu viel Wodka... Whiskey... Was war es noch gleich?" Damit sagte er weder ja, noch nein, aber so ganz bei Verstand war er nun auch nicht mehr.

Lia Van Drachenberg schüttelte ein wenig den Kopf, als er vom Tod sprach. Auch ihm hatte Lia lange die Schuld gegeben. „Es ist nicht der Tod. Er ist nicht die ausführende Gewalt, er bringt die Toten nur auf die andere Seite.“, erwiderte sie und blickte dabei auf den Boden. Für sie war es das Böse, die Quelle, die an allem Schuld war. Sie waren die jenigen die mordeten ohne Sinn und Verstand. Lia versuchte ein wenig vom Thema abzulenken und bot ihm an den Alkohol zu neutralisieren. Bei seiner Frage musste sie kurz leise lachen. „Nein. Aber es ist dann so, als hättest du bloß Wasser getrunken.“, eine genauere Erklärung hätte er vermutlich sowieso nicht verstanden, weshalb sie es sein ließ. Obwohl er nicht wirklich zustimmte, legte Lia sanft ihre Hand auf seinen Arm und suchte seinen Blick, um ihm in die Augen zu sehen. Sie schwieg und konzentrierte sich. Langsam bildete sich Wärme an der Stelle, an der ihre Hand lag und diese Wärme durchlief seinen kompletten Körper einmal. Dann war die Wärme und auch der Alkohol bzw. seine Wirkung verschwunden. Und Lia lächelte.

Sirius Armendo merkte wie ihm bereits etwas schwindelig vom Alkohol wurde und lauschte nur halbherzig noch Lias' Worten. Er nickte nur. "Ja, Wasser ist gut." Kurze Zeit später, nachdem Lia ihre Hand auf ihren Arm gelegt hatte, klärte sich sein Verstand. Im ersten Moment fühlte es sich besser an. Die Übelkeit war verschwunden und er realisierte, dass wohl Lia dafür gesorgt hatte. "Danke", sagte er lächelnd. "Betrunken war ich wohl unausstehlich", sagte er und musste etwas lachen, doch in seinen Augen lag keine wahre Freude. "Warum warst du eigentlich da unten in der Unterwelt und noch dazu in der Nähe der Quelle?"

Lia Van Drachenberg Kräfte funktionierten schnell und sie nickte sanft. „Gerngeschehen.“, dann musste sie ein wenig grinsen, „Nein, warst du nicht. Nur etwas neben der Spur.“, erwiderte sie und lehnte sich dann etwas zurück. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie noch immer die Verbrennung am Bein hatte. Lia wusste, dass sie solche großen Wunden bei sich selbst noch nicht heilen konnte, aber ein Versuch war es wert. Sie atmete tief ein und schloss ihre Augen. Ein paar Sekunden später tat sich tatsächlich was an ihrem Oberschenkel. Langsam ging die Verbrennung zurück, so als wäre nie etwas geschehen. Ganz schaffte es Lia nicht, aber es schmerzte auf jeden Fall kaum noch. Ein guter Anfang also. „Tut mir Leid.“, meinte sie, weil sie nicht sofort auf seine Frage geantwortet hatte, „Naja...um es ganz einfach zu sagen: Ich jage Dämonen.“ Eine andere Erklärung fiel Lia nicht ein, außerdem wusste sie auch nicht, warum sie das vor ihm hätte geheim halten sollen. „Und warum warst du da?“, gab sie die Frage zurück.

Sirius Armendo fuhr sich durch die Haare und war froh, dass die Übelkeit wie weg geblasen war. Allerdings fühlte er sich dennoch wirklich besser. Die Gedanken an die Vergangenheit kamen zurück. Sirius war nicht immer so nostalgisch, aber gerade dieser eine Tag im Jahr machte aus ihm ein wandelndes Wrack. Lächelnd beobachtete er wie Lia sich selbst heilte. "Auch keine schlechte Gabe." Die Antwort auf die Frage, die er egstellt hatte kannte er eigentlich bereits. Dennoch durfte sie dies nicht erahnen. "Um ehrlich zu sein, ich jage auch Dämonen. Naja, ich mache es nicht ständig, aber es gibt da ein paar bestimmte Wesen auf die ich es abgesehen habe." Das war nicht einmal gelogen. "Sagen wir, ich habe da noch eine Rechnung mit der Quelle und ihrem Gefolge offen."

Lia Van Drachenberg konnte das Lächeln nicht erwidern, als er ihre Gabe lobte. Einerseits war sie schon stolz darauf, aber andererseits...Zu oft war sie zu spät gekommen. Sirius jagte also auch Dämonen...das war interessant. Lia kannte genug gute Wesen, die das böse verachteten und sich wehrten, wenn es denn sein musste. Aber nur Wenige kämpften aktiv und aus eigener Kraft heraus, um die Zahl der Dämonen zu verringern. Das war einerseits verständlich, weil es durchaus gefährlich war. Andererseits gingen Dämonen auf Hexenjagd und zwar so gut wie alle und so gut wie ständig. Irgendwas musste man dem doch entgegensetzen. Und wenn die Armee der Quelle erst so sehr verkleinert war, dann konnte man auch irgendwann die Quelle selbst vernichten. Lia blickte zu ihm und nickte. „Das habe ich auch. Ich und meine Familie...die, die noch übrig sind.“, sie bemühte sich um ein weiteres Lächeln, aber es sah eher gequält aus, ein jämmerlicher Versuch.

Sirius Armendo hatte tatsächlich bereits einige Dämonen vernichtet, wenn sie seinen Plänen im Weg standen oder näher dahinter kamen, dass er nicht so loyal war wie er vorgab. Oft tat er einfach so, als wäre er ständig betrunken und unbrauchbar. Dabei kamen derartige Rauschzustände eigentlich gar nicht so häufig bei ihm vor. So war er scheinbar der Taugenichts, der bloß noch ein Schatten seiner selbst war. Sollten sie die Gerüchte ruhig streuen. So hatte er wenigstens weitestgehend seine Ruhe. Ein halbherziges Lächeln hsuchte auf sein Gesicht, doch es verstarb alsbald. "Da haben wir wohl was gemeinsam" Er fasste sich an den Kopf. "Da hat man gerade das Karusel des Grauens in seinem eigenen Kopf gestoppt, da fängt man wieder an sich Gedanken zu machen." Er seufzte. "Ein wenig von der Wirkung des Whiskeys hätte da wohl doch noch bleiben können", meinte er mit einem Zwinkern und atmete die kühle Nachtluft ein. "Sollen wir irgendwo hingehen? Ein Café, einen Club?" Einerseits tat Ablenkung immer gut. Andererseits war dies die Chance Lia besser kennen zu lernen.

Lia Van Drachenberg nickte zustimmend. Auch ihn nahm der Tod seines Vaters sehr mit und Lia konnte das nur allzu gut nachvollziehen. Obwohl sie auf diese Art von Erfahrung gerne verzichtet hätte. Als er seufzte, schenkte sie ihm ein entschuldigendes Lächeln. „Tut mir Leid, zur Hälfte entgiften kann ich leider nicht.“ Sein folgendes Angebot machte Lia einen Moment nachdenklich. Seine Gesellschaft hatte ihr bis jetzt wirklich gut getan. Die beiden schienen auf einer Wellenlänge zu sein, zumindest konnten sie einander gut verstehen. Normalerweise verbrachte Lia ihre Nächte mit jagen oder lernen für ihr Studium. Sie konnte nur sehr schlecht schlafen, weshalb sie sich irgendwie anders die Zeit vertreiben musste, damit sich keine Gedanken bei ihr einschlichen, die sie nicht haben wollte. Aber ein bisschen Abwechslung würde auch ihr gut tun. Also wieso eigentlich nicht? „Ja gerne.“, antwortete sie, „Vielleicht irgendwo, wo es nicht ganz so voll ist?“, fügte sie hinzu und grinste schief.

Sirius Armendo hoffte, dass sie das Angebot annehmen würde. Aufdringlichkeit würde ihm in diesem Fall nämlich nicht weiter helfen und er würde sich weitere Schritte überlegen den Kontakt zu dieser Familie herzustellen. Ganz so verwerflich war sein Vorgehen ja auch nicht, wie er fand. Am Ende würden alle Seiten etwas davon haben, wenn sie durch eine Zusammenarbeit die Quelle stürzen würden. Alleine war er da echt aufgeschmissen und seine Frau ahnte nicht einmal etwas von seinen Vorgehen. Geschweige denn, dass sie ahnte, dass er noch lebte. Alle anderen Bekanntschaften, die er hatte waren unbrauchbar für den Versuch die Quelle in die Knie zu zwingen. Entweder waren sie zu schwach oder ihm treu ergeben und würden ihm eher im Weg stehen, als hilfreich sein. Als Lia meinte, dass sie ihn nicht nur halb entgiften könnte, musste er schmunzeln. "Mhh, nicht ganz so voll.." Er überlegte. "Mir fällt ein Laden ein, hat eigentlich einen ziemlich schlechten Ruf, aber das meiste davon ist erfunden. Jedenfalls kommen seither nur noch wenige dorthin." Es war ein gemütliches Pub im irischen Stil, in dem sich die Gerüchte rum sprachen, dass dort Drogen und anderes Zeug gehandelt wurde, das nicht legal war. Fast alles eine Lüge... Und wenigstens konnte man dort auch noch Dart spielen, kegeln oder irgendwas anderes unternehmen statt nur rum zu sitzen. "Wie heißt es noch? The Cloverleaf."

Lia Van Drachenberg zuckte nach seinen Ausführungen kurz mit den Schultern. „Was das angeht, kenne ich mich echt schlecht in der Stadt aus. Aber das hört sich gut an, also muss ich dir wohl vertrauen.“, sie lächelte. Volle Clubs mit lauter Musik waren noch nie Lias Ding gewesen – mal abgesehen davon, dass sie noch nicht mal 21 Jahre alt war und dort sowieso nichts zu suchen hatte. Mit betrunkenen Jugendlichen konnte Lia jedenfalls nichts anfangen. Für sie war ständiges Party machen nie ein Thema gewesen, in dieses Alter war sie nicht gekommen. Sehr früh waren ganz andere Dinge in ihrem Leben wichtig. Sie hatte Verantwortung übernehmen müssen. Sorglosigkeit gab es für die 18-Jährige nicht. Lia stand von der Bank auf und genoss den frischen Windhauch, der ihr um die Nase blies. „Dann mal los.“, sie grinste ihm zu.

Sirius Armendo lächelte "Aber nicht, dass man dir nachher Gerüchte anhängt du würdest mit Drogen dealen", meinte er mehr als Scherz. Er selber hatte eine Zeit hinter sich, in der er auf fast jeder Party getanzt hatte. Dies hatte sich jedoch irgendwann schnell geändert. Er war zwar dadurch keineswegs zur Mutter Theresa geworden, kannte aber nun sein Maß. In einigen Dingen immerhin... "Alles klar, auf gehts! Mit etwas Glück haben wir den Laden sogar ganz für uns alleine", meinte er. Sie liefen eine Weile bis sie an dem Laden ankamen. Drinnen waren wirklich kaum Leute. Wie leicht doch die Gerüchteküche eine ganze Existenz zerstören konnte. Dabei war es an sich ein schöner Laden, der nur einen neues Image dringend nötig hatte. Überall hingen alte Schalplatten an den Wänden und teilweise sogar Autogrammkarten von Stars, die vor Jahren einst hier gewesen waren. Ein letzter Schatten der glanzvollen Tage des Lokals. Die Tische, sowie der Tresen waren fast komplett leer. "Also... wer die Wahl hat, hat die Qual", sagte er .und fragte Lia, wo sie sitzen wollte.

Lia Van Drachenberg schüttelte grinsend den Kopf. „Damit komme ich klar.“ Auch mit Drogen hatte Lia keinerlei Erfahrungen, was ja an sich eine gute Sache war. Aber bei anderen in ihrem Alter sah das sicher anders aus. Die beiden gingen also los und kamen nach einer kurzen Zeit bei besagtem Laden an. Interessiert blickte sich Lia um, drinnen fand sie es sehr gemütlich, damit konnte sie auf jeden Fall leben. Nicht zu altbacken, aber auch nicht zu kalt und modern. Lia lächelte. „Gefällt mir.“, sprach sie ihren Gedanken aus und blickte sich erneut um. Diesmal allerdings, um sich für einen Sitzplatz zu entscheiden. An der dem Eingang gegenüberliegenden Wand fand Lia ein schickes Plätzchen. Dort gab es statt unbequemer Stühle eine Mischung aus Sofa und Eckbank. Auch der Tisch war etwas niedriger. Es wirkte gemütlich, hatte ein bisschen Wohnzimmerfeeling. Das mochte Lia. Sie setzte sich und blickte Sirius grinsend entgegen. „Ich nehme an du willst meine Entgiftungsarbeit zu Nichte machen? Ich wäre dabei..“, als er saß beugte sie sich ein wenig zu ihm und flüsterte, „Der Kellner darf nur nicht nach meinem Ausweis fragen.“, sie lachte leise.

Sirius Armendo war froh, dass Lia damit keine Probleme hatte, was den Ruf des Ladens betraf. Wenn er sich jetzt so umsah gab es auch wirklich keinen Grund dafür das andere den Laden mieden. In anderen Pubs und Kneipen ging es tausendfach schlimmer zu. Das hatte er oft genug mit einigen Augen beobachtet. ja, vielleicht hatte er das eine oder andere mal sogar selbst etwas über die Stränge geschlagen. Den Sitzplatz, den Lia wählte war gemütlich. Einen Platz, den er selber gerne in Beshclag nahm. "Mein Lieblingsplatz", sagte er freudig und machte es gemütlich. Als Lia ihre Vermutungen aussprach, grinste er. "Okay, Gedankenlesen kannst du also auch." Ihr Alter wusste er gar nicht wurde es ihm nun bewusst. Zumindest nicht das genaue. "Und um alles andere musst du dir hier bestimmt keine Sorgen machen." Der Kellner fragte auch nicht weiter nach und brachte die Bestellung wie gewünscht. Als der Kellner wieder weg war, beugte er sich zu ihr und fragte leise nach ihrem Alter.

Lia Van Drachenberg war überrascht, dass sie genau den Platz ausgewählt hatte, der normal auch sein Lieblingsplatz war. Andererseits war es eigentlich nicht ganz so verwunderlich, immerhin war es ohne Diskussion der beste Platz im Laden. Lia musste lachen, ehrlich herzlich lachen. „Tja, ich stecke voller Überraschungen.“, meinte sie und erwiderte dann sein Grinsen. Die beiden bestellten schließlich und Lia kam ohne eine Kontrolle ihres Ausweises herum. Einen gefälschten Ausweis hatte Lia nämlich nicht zur Hand. Nachdem der Kellner ihre Bestellung gebracht hatte – zwei verschiedene Flaschen Alkohol mit den passenden Gläsern dazu – wollte Sirius wissen, wie alt sie war. „Ich bin 18 Jahre alt...naja...jung.“ Lia fand, dass ihr Alter kaum zu ihr passte. Es auszusprechen war seltsam genug für sie. Die Dunkelhaarige schnappte sich die Flasche Tequila, öffnete sie und füllte zwei kleine Gläschen. „Jetzt du. Erzähl mir was über dich. Ein Fakt ist gleich ein Gläschen Tequila.“, sie wedelte vorsichtig mit seinem Gläschen vor seiner Nase herum, würde es ihm aber erst geben, wenn er tatsächlich etwas von sich erzählte.

Sirius Armendo musste dem Laden zu Gute halten, dass man hier aufgrund der wenigen Kundschaft wirklich schnell bedient wurde. Eine Ausweiskontrolle führten sie wohl nicht durch, weil sie froh waren überhaupt noch Gäste zu haben. Dabei hofften sie wohl einfach vom Ordnungsamt oder der Polizei verschont zu bleiben. Als sie ihr Alter verriet, zuckte er mit den Schultern. "In Deutschland besipielsweise wärst du längst erwachsen", meinte er nur. "Stellen wir uns vor, wir wären in Deutschland", sagte er mit einem schiefen Grinsen und wollte sich gerade einen Schluck genehmigen und auf Deutschland anstoßen. Allerdings hielt Lia ihn davon ab. "Also gut. Ein Fakt aus meinem Leben. Ich bin gerade erst aus dem Gefängnis ausgebrochen", versuchte er so ernst wie möglich zu sagen, musste aber sogleich lachen. "Nein, eine Wahrheit... Ich hatte selbst mal einen eigenen Pub, lief allerdings nicht so gut. Er sah dem Laden hier sogar recht ähnlich." Dann grinste er "Her mit dem Tequila!", sagte er und leerte es mit einem Zug "Und jetzt zu dir. Das selbe Spiel" Vorsichtshalber nahm auch er die Drinks in Gewahrsam.

Lia Van Drachenberg grinste, als er Deutschland erwähnte. „Na dann. Sind wir also in Deutschland.“, sie blickte sich übertrieben um, „Wow. Genau so ein Laden gibt es in San Francisco auch.“, sagte sie erstaunt und grinste dann wieder. Sirius wollte sich bereits sein Glas schnappen, allerdings hatte Lia eine Bedingung. Als er das Gefängnis erwähnte, blickte sie ihm für eine Sekunde leicht geschockt entgegen und schüttelte dann grinsend den Kopf. „Sehr lustig.“, meinte sie, erfuhr dann aber etwas Wahres. Ein wenig beeindruckt nickte sie und reichte ihm sein Glas. „Die Leute haben bestimmt erfahren, dass du schonmal im Knast warst und wollten deshalb nicht kommen.“, wieder grinste sie und überlegte dann, weil er den Spieß umdrehte. „Okay....hm...ich habe ein Tattoo, von dem kaum einer etwas weiß und für das mich mein Bruder sicher verhauen würde. Vorallem, weil ich es schon 3 Jahre habe.“, erzählte sie grinsend und schnappte nach ihrem Tequila. Auch sie leerte ihn in einem Zug und verzog danach kurz das Gesicht. „Minimal eklig.“

Sirius Armendo grinste. "Ja, Deutschland hat sich gewaltig verändert seit meiner letzten Reise", musste er zugeben. "Komisch auch, dass hier alle Englisch sprechen... Naja, was solls" Sirius musste erneut grinsen bei dem Gesicht das Lia aufsetzte, als er ihr das mit dem Gefängnis aufschwatzen wollte. Er legte den Kopf schief und schürzte die Lippen leicht aufeinander, als er ihre nächsten Worte hörte. "Okay, ein Punkt für dich." Dann lauschte er ihrem kleinen Geheimnis. "Darf ich es sehen?", fragte er neugierig nach dem Tattoo. Er lachte, als sie das Gesicht wegen dem Getränk verzog. "Nichts gewöhnt? Nach einer Weile schmeckt es nur noch halb so schlimm."

Lia Van Drachenberg nickte eifrig und scherzte mit. Die beiden redeten ganz schönen Blödsinn, aber es machte der 18-Jährigen Spaß. Sie fühlte sich wohl und das war ja wohl das Wichtigste. Als Sirius meinte, dass sie einen Punkt bekam, jubelte Lia beinahe. „Kannst du das irgendwo aufschreiben, damit ich das schwarz auf weiß habe?“, grinsend schnappte sich Lia eine Salzstange, welche der Kellner ebenfalls gebracht hatte – und knabberte daran. Kaum hatte Lia das erste Glas getrunken wurde ihr deutlich wärmer. Vermutlich würde sie tatsächlich nicht viel vertragen, aber darüber machte sie sich jetzt erstmal keine Gedanken. „Fürs Zeigen krieg ich aber ein extra Glas!“, stellte sie grinsend klar und drehte ihm ihre linke Körperseite etwas mehr zu. Als sie dann ihr T-Shirt etwas anhob kam im Rippenbereich ein Schmetterling hervor. Dieser war nicht bunt, dafür aber schattiert. Lia zog ihr T-Shirt wieder nach unten und lächelte. Sie füllte ihr Glas erneut und leerte es ebenso schnell. Diesmal war es schon besser. „Du hast Recht. Jetzt bin ich bereit dich unter den Tisch zu trinken.“, sie füllte auch sein Glas nocheinmal, „Du bist wieder dran.“, sie lächelte und war gespannt.

Sirius Armendo war so frei und bat den Kellner um einen Stift. So einen Nonsense machte er gerne mit. Auf einem Zettel notierte er den Punkt für Lia. "Okay, rot auf weiß. Aber für den Anfang dürfte es reißen", sagte er und reichte ihr den Zettel. Auch er bediente sich an den Salzstangen, ebenso wie an den Erdnüssen, die auf dem Tisch standen. Sirius sah sich das Tattoo an. "Oh, ein Schmetterling. Ein Freiheitssymbol", sagte er und reichte ihr das Extra-Getränk. "Für diese sexy Vorführung hast du es dir verdient." Nun war er wieder an der Reihe. "Noch einen Fakt über mich..." Mhh, er überlegte, ob es noch eine Wahrheit gan, die er ihr sagen konnte. Mit Lügen war es im angetrunkenen Zustand nicht so gut. "Ich habe meine Mum nie kennen gelernt. Sie starb kurz nach meiner Geburt. Also, es hatte nichts mit der Geburt an sich zu tun. Sie wurde getötet und weder ich, noch wer sonst weiß von wem." Dann schnappte er sich das Glas und leerte es. "Dein Zug."

Lia Van Drachenberg beobachtete ihn grinsend dabei, wie er ihr tatsächlich ihren Punkt aufschrieb. Lia hielt den Zettel kurz wie eine Trophäe in die Luft und lachte. Als er ihr Tattoo begutachtete nickte sie. „Ja, auch. Für mich steht er allerdings für die Verkörperung der menschlichen Seele. So haben die alten Griechen Schmetterlinge gesehen und das finde ich wirklich schön.“, erklärte sie ihm kurz, musste aber wieder lachen, als er ihre Vorstellung als sexy bezeichnete. „Das nehm ich als Kompliment.“, kurz sah sie ihn erschrocken an, „Du wirst ja wohl nicht mit mir flirten!“ Lia merkte, dass sie durchaus schon ganz schön angetrunken war und dabei hatten die beiden doch gerade erst angefangen. Aber ein Wunder war es nicht, immerhin hatte Lia sowas wie das hier noch nie gemacht. Nach seiner nächsten Geschichte, zog Lia einen Schmollmund. „Okay, neue Regel. Traurige Fakten sind nicht erlaubt!“, mahnend zeigte sie mit ihrer Salzstange auf ihn, war dann aber selber wieder an der Reihe. „Mein zweiter Vorname ist Catherine.“, meinte sie, kratzte sich dann aber am Kopf, „Nein, warte. Das war langweilig.“, Lia überlegte angestrengt weiter und blickte ihn dabei an. „Ich finde deine Augen schön.“, sie musste kichern, „Das war peinlich, das zählt auf jeden Fall!“, sie griff wieder nach ihrem Glas und trank es leer.

Sirius Armendo lauschte ihrer Erklärung über ihr Tattoo. "Mh, wieder was dazu gelernt", sagte er und machte ihr sogleich ein Kompliment, das sie zunächst dankend annahm und danach doch ein wenig verlegen wirkte. Er setzte dann einen unschuldigen Blick auf. "Ich dachte hier geht es um wahre Fakten", meinte er und grinste. Bei seiner nächsten Aussage winkte sie ab, das traurige Fakten nicht erlaubt seien. "Gute Regel", meinte er "Mist, jetzt fürchte ich nur, dass ich gar nichts mehr zu erzählen habe", meinte er in ironischem Tonfall und seufzte. Darauf verriet sie ihren zweiten Vornamen, was durchaus nicht so spannend war. Sie entschied sich jedoch noch kurzerhand für etwas anders. Er schmunzelte. "So, so, Miss. Wer flirtet hier jetzt?", sagte er und schüttelte den Kopf. "Mhh, okay. Noch so etwas 'peinliches'.", begann er und setzte das Wort 'peinliches' mithilfe seiner Hände in Anführungszeichen. "Ich mag dein Lachen." So schnell war das nächste Glas geleert.

Lia Van Drachenberg hatte mehr Spaß, als sie gedacht hatte. Ihre Sorgen waren für den Moment komplett über Board geschmissen und dieses Gefühl hatte Lia wirklich vermisst. Sonst gab es immer irgendwas, über das man sich Gedanken machen musste. Oder es gab immer wieder jemanden zu jagen. Jetzt spielte das alles keine Rolle, zumindest für heute Nacht nicht. „Was soll ich denn da sagen?“, erwiderte Lia, als sie von den traurigen Fakten sprachen, die sie dann aber schnell vergessen wollten. Glücklicherweise schafften sie das dank steigendem Alkoholpegel sehr schnell. „Ich passe mich nur an mein Gegenüber an.“, meinte Lia ganz unschuldig und wurde tatsächlich verlegen, als er ihr Lachen ansprach. Schnell füllte sie ihr Glas und leerte es sofort, als sie bemerkte, dass sie gar nichts gesagt hatte. „Huuch. Ich hab den Fakt vergessen.“, wieder lachte sie, kniff dann ihre Augen zusammen und verzog das Gesicht. „Mir fällt nichts mehr ein...“, sie legte den Kopf schief und sah ihn an. Langsam aber sicher begann sich alles zu drehen. Ein klares Zeichen, dass ihr Körper genug hatte. „Ich würde dich gerne küssen.“, flüsterte sie schließlich leicht gedankenabwesend. In jedem Fall konnte sie kaum noch kontrollieren, was sie da sagte.

Sirius Armendo hätte nicht gedacht, dass es ihm tatsächlich sogar Spaß machen würde Zeit mit Lia zu verbringen. Es war aber durchaus besser so. So musste er sich weniger verstellen. Die trauriegn Fakten schienen Lia kurz aus dem Konzept gebracht zu haben, doch durch den steigenden Alkoholpgel holte sie sich aus dieser Trauer wieder heraus. "Oh, da wird aber jemand rot", meinte er, nachdem er ihr das Kompliment über ihr Lachen gemacht hatte. Daraufhin trank Lia zu voreilig und brachte Sirius zum Kopfschütteln. "Tztz, einfach so die Spielregeln ändern... Darin bin ich normalerweise der Meister" Der Alkohol schien seine Wirkung zu zeigen. Bei Lia bereits mehr, als bei Sirius. "Würdest oder solltest?", entgegnete er, als sie ihm etwas zuflüsterte. Dann lehnte er sich vor und erfüllte ihren gerade ausgesprochenen Wunsch.

Lia Van Drachenberg verzog das Gesicht, als er sie wegen ihrer Verlegenheit ärgerte. „Halt die Klappe.“, meinte sie grinsend. Der Alkohol stieg Lia immer weiter zu Kopf. Sie vergaß die Spielregeln, konnte schon lange nicht mehr gerade sitzen und sagte Dinge, die sie nicht sagen sollte. Warum wollte sie ihn überhaupt küssen? Ihr alkoholisiertes Gehirn schaffte es nicht eine plausible Erklärung zu finden. Wieso brauchte sie eigentlich eine Erklärung? Sie fand ihn nett, er machte ihr Komplimente. Und vorallem fühlte sie sich das erste Mal seit langem nicht mehr so einsam. Klar, Lia hatte noch ihren Bruder und ihre Mutter. Aber ihr Leben war ein großer Scherbenhaufen und oft hatte die 18-Jährige das Gefühl, dass sie mit ihnen nicht über wirklich alles reden konnte. Sie wollte die beiden auch nicht unnötig traurig machen. Und bei ihren nächtlichen Streifzügen war sie auch alleine. An all das dachte Lia gerade zwar nicht, dennoch steckte es natürlich irgendwo in ihrem Unterbewusstsein. Und sie fühlte sich wirklich wohl in Sirius Nähe. Und sie war betrunken, da dachte man eben solche bescheuerten Dinge und sprach sie auch noch aus. Sirius Reaktion war allerdings alles andere als negativ, ganz im Gegenteil. Als er sich vorlehnte, tat Lia es ihm gleich. Sie hatte ein Lächeln auf den Lippen, als sie sanft eine Hand auf seine Wange legte und ihn schließlich küsste. Automatisch rutschte sie näher zu ihm und genoss den Kuss in vollen Zügen. Nach einer gefühlten Ewigkeit löste sie sich wieder von ihm und erneut waren ihre Wangen feuerrot. „Ich sollte wirklich nichts mehr trinken...“, stellte sie fest.

Sirius Armendo fand es süß wie leicht er sie in Verlegenheit bringen konnte. Auch ihm stieg der Alkohol jedoch immer mehr zu Kopf. So viel zum Thema Entgiftung. Als sich ihre Lippen näherten genoss er den Kuss voll und ganz. Wie er feststellte konnte Lia wirklich gut küssen. Das der Abend noch darauf hinaus laufen würde hatte er jedoch nicht angenommen. Eine schlechte Wendung des abends war dies aber keineswegs. Als sie sich lösten meinte Lia sie solle besser nichts mehr trinken. "Nächster Fakt: Ich auch nicht", sagte er und leerte den nächsten Shoot. Sein Kopf begann ein wenig zu pochen. "Oh wie war das noch: Sonne und Alkohol, keine gute Mischung" Er stellte die Flasche von sich weg. "Noch ein Fakt, ohne Tequila: Ich würde das gerne wiederholen."

Lia Van Drachenberg hatte keine Ahnung, was der Alkohol aus ihr machen würde. Getrunken hatte sie durchaus schonmal, selten. Aber so betrunken war sie noch nie gewesen. Und das würde sie auch auf jeden Fall morgen früh bereuen. Wegen dem Kater und wegen dem Verhalten, das sie gerade an den Tag legte. Sowas war überhaupt nicht ihre Art. Der liebe Akohol brachte da ganz schön fiese Sachen hervor. Obwohl es sich überhaupt nicht fies oder falsch anfühlte Sirius zu küssen. Aber verrückt war es dennoch. Immerhin kannte sie ihn kaum. Lia lächelte und als er meinte, er würde es gerne wiederholen, legte die 18-Jährige ihm einen Finger auf den Mund. „Pschhhh. Sag sowas nicht.“, meinte sie ernst, „Ich bin betrunken und vermutlich unzurechnungsfähig. Und ich würde es sofort wieder tun. Gaaar nicht gut.“ Lia wankte leicht und hatte immer wieder das Gefühl gleich umzukippen, eine Chance sich selbst abzufangen würde ihr Körper ihr sicher nicht geben. Wie sollte sie so denn nach Hause kommen?

Sirius Armendo war ebenfalls bereits ziemlich angetrunken, noch ging es ihm jedoch soweit gut, dass er zuordnen konnte, was er tat und auch bewusst handeln konnte. Noch. Lia hingegen schien wirklich nicht viel zu vertragen. In der Vergangenheit hatte er derartige Situationen sicher schon mal ausgenutzt, doch dieses mal zwang er sich einen Gang runter zu schalten. Sicher würde sie ihn dafür hassen, wenn er ihre Lage ausnutzte. "Okay, kein Tequila mehr für Miss Flirty Eyes", sagte er und stellte den Tequilla beiseite. EIn Impuls ihn im wollte den Rest der Flasche schon beinahe exen, doch schüttelte er alsbald den Kopf und verzog das Gesicht. "Nein, geht nicht gut aus. Gar nicht gut...." Dann schaute er zu ihr. "Ich bring dich nach Hause. Es hat ja keinen Sinn, wenn du mir hier gleich vom Stuhl kippst", sagte er. "Ich warne nur... Vermutlich müssen wir den Weg beide humpeln, aber naja... Irgendwann kommt man auch so an." Vielleicht war er aber auch noch ganz fit auf den Beinen. Das konnte er gerade noch nicht ganz beurteilen.

Lia Van Drachenberg nickte schnell und stöhnte dann auf. Sie legte eine Hand an ihren Kopf und seufzte. „Keine schnellen Bewegungen mehr für Miss Flirty Eyes.“, fügte sie hinzu und war froh, als der Alkohol in weitere Ferne rutschte. Plötzlich konnte Lia das Zeug nicht mehr sehen und wenn sie nur daran dachte wurde ihr schlecht. Glücklicherweie bot Sirius ihr dann an sie nach Hause zu bringen. Lia wusste nicht, ob sie ein zweites Mal hätte nein sagen können, vorallem nicht, wenn er sie so ansah. „Du bist so ein Gentlemen!“, meinte Lia ungewollt laut und kicherte, „Und ein Held. Ein Gentleheld.“, verkündete sie, als wäre es beschlossene Sache und stand dann viel zu schnell auf. „Ohhhh.“, sie hielt sich am Sofa fest und schaffte es tatsächlich auf den Beinen zu bleiben. „Du weißt doch gar nicht wo ich wohne...weiß ich wo ich wohne?“, Lia blickte angestrengt an die Decke.

Sirius Armendo bezahlte die Rechnung und trat mit Lia an die frische Luft. "Okay, wenn du nicht weißt wo du wohnst müssen wir entweder zwangsläufig im Park oder bei mir übernachten." Er stützte sie den Weg entlang. Zwar wusste er wo sie wohnte, aber spätestens morgen, wenn ihr Rausch ausgeschlafen wäre, würde ihr das komisch vorkommen und Sirius hatte nicht vor wie ein Stalker zu wirken. Über ihre Bemerkung, dass er ein Gentleheld sei, musste er schmunzeln. "Okay, so weit würde ich wirklich nicht gehen. Gentleheld..." Er schüttelte den Kopf. "Du kennst mich wohl nicht gut genug."

Lia Van Drachenberg hatte das Gefühl von der frischen Luft erschlagen zu werden. Das hatte sie sich definitv besser vorgestellt. Stattdessen drehte sich alles noch ein bisschen schneller. „Neiiin, ich kann auf keinen Fall bei dir schlafen!“, widersprach sie energisch und sah sich um. Natürlich wusste sie, wo sie wohnte. Nur konnte sie sich gerade nicht daran erinnern. „Natürlich nicht.“, stimmte sie ihm zu, „Ich kenne dich ja auch erst seit...“, es folgte eine kurze Pause, „Nicht lange. Aber ein Gentleheld bist ...HA! Ich weiß doch wo ich wohne.“, sie kicherte und sagte ihm schnell die Adresse, bevor sie sie wieder vergaß. „Aber wir müssen leise sein.“, fügte sie flüsternd hinzu.

Sirius Armendo tat die frische Luft auch gut. In dem Pub war es doch ein wenig zu stickig gewesen, wie erst jetzt realisierte. Als Lia energisch ablehnte bei ihm zu schlafen, hob er abwährend die Hände. "Schon gut", sagte er mit Blick in ihre Augen. "War nur ein Vorschlag ohne Hintergedanke", sagte er und stützte sie weiterhin. Es folgten einige Wortfetzen ihrerseits ehe sie sich erinnerte, wo sie wohnte. "Okay, das kriegen wir hin", sagte er und machte sich mit Lia auf den Weg zum Hause der Van Drachenbergs.

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* i fought with courage
TO PRESERVE NOT MY WAY OF LIFE BUT YOURS. CARRY ON, DON'T MIND ME. ALL I GAVE WAS EVERYTHING AND YET YOU ASK ME FOR MORE. I FOUGHT YOUR FIGHT, BOUGHT YOUR LIE AND IN RETURN I LOST MY LIFE. WHAT PURPOSE DID THAT SERVE? WHAT PURPOSE DID I SERVE?
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